32. Jahrdrung 2512

Etwas müde erwachten wir am nächsten Morgen, geweckt von der üblichen Portion Schinken, Eier und Bohnen, sowie dem rauhen Befehlston von Gilda, wenn sie Volker zur Arbeit antreibt.

Nach dem Frühstück vollzog sich der Tag an Bord, wie die Tage zuvor: Tyr und Sora arbeiteten, während Ineluki und ich lasen und uns noch ein wenig ausruhten.
Das Wetter meinte es gut mit uns. Wir hatten einen guten Wind und machten gute Fahrt. Es war zwar immer noch bewölkt, aber das störte uns überhaupt nicht, solange wir am morgigen Tage nur in Bögenhafen ankommen würden.

Inzwischen begegneten wir auch nur noch kleineren Fischerbooten. Die großen Handelsschiffe waren alle längst in Bögenhafen - entweder um abzuladen, oder um neue Ware zu begutachten.
So floß der Tag dahin wie Sand in einem Stundenglas, langsam und bedächtig, aber doch mit einer immerwährenden Stetigkeit.

An diesem Abend wollte Josef auch noch tief in die Dämmerung hinein fahren, um auch ganz sicher zu gehen, am morgigen Tage in Bögenhafen anzukommen.

Man sah schon nur noch den fahlen Mondschein von Moor Sleep als Josef endlich ankerte.
Auf einmal sahen wir uns von vorne ein Schiff nähern. Ein Mann rief uns zu, daß er Lotse sei und uns durch die Sandbänke führen würde.
Wir waren skeptisch. Josef kannte das Gebiet recht gut und es war nicht üblich, daß zu dieser Zeit Lotsen unterwegs waren.

Das Schiff kam etwas näher und die Stimme wurde aufdringlicher.
Nein, dem war nicht zu trauen. Also zog Sora einen Pfeil auf, zielte auf die Buglaterne und traf! Die Laterne zersprang und das Licht verlosch. Wir hörten noch ein verhaltenes Fluchen.
Dennoch beschloß Josef, noch ein Stückchen weiter zu fahren.

Schließlich fand Josef einen geeigneten Ankerplatz und dann ging es ans Abendessen.
Auch heute wurden wieder Wachen eingeteilt, doch zum Glück blieb sie Nacht ruhig.