25. Sigmarzeit 2512

Am nächsten Morgen brachten wir den Wolf ans Ufer. Er wurde wach, hatte aber noch meinen Verband um. Da ging Tyr zu ihm hin und befreite ihn davon. Der Wolf beschnüffelte Tyr, schien ihm aber zu vertrauen.
Kaum war der Verband weg, humpelte der Wolf davon. Tyr pfiff ihm hinterher. Da blieb der Wolf stehen, schaute Tyr an, kam zurück und zog ihn am Mantel. Dann humpelte er wieder weg.
Tyr folgte ihm.

Nach einiger Zeit kam Tyr alleine aus dem Wald zurück. Wir schauten ihn an, doch er sagte nichts.
Wir fuhren zurück zum Boot und Tyr machte Frühstück. Jetzt endlich erzählte er, daß der Wolf ihn zu dem Wolf in seinem Traum geführt hatte. Es war dieser schwarze, große und mächtige Wolf mit stahlblauen Augen, den er schon so oft gesehen hatte. Diesmal jedoch war er real, stand auf einem Hügel und sah ihn an. Dann ging der Wolf weg.
Der weiße Wolf hatte ihn auch noch kurz angesehen und humpelte dann ebenfalls in den Wald.

Wir waren alle ein wenig betrübt, daß der Wolf nicht bei Tyr geblieben war, aber wahrscheinlich war es sogar besser so. Wir hätten ja nicht einmal genügend Proviant gehabt.

Es wurde ein anstrengender Tag für Ineluki, denn wir hatten nur sehr wenig Wind und dieser kam auch noch von vorne, so daß sie vor dem Wind kreuzen musste. Dennoch kamen wir bis zum Abend verhältnismäßig gut voran.
Ineluki hatte sich jedenfalls eine ordentliche Portion beim Abendessen verdient.

Nachdem die Sonne untergegangen war, ankerte Ineluki wieder an einer geeigneten Stelle im Fluß.
Nach dem Abendessen hielt zunächst Ineluki und ich Wache, dann weckten wir Sora und Tyr. Trotz der Anstrengungen konnte Ineluki noch nicht schlafen und blieb daher an Deck. Ich dagegen war hundemüde und legte mich sofort in meine Kabine.