09. Pflugzeit 2512

Es war noch früh am Morgen als Tyr aufwachte. Er fühlte sich noch ziemlich elend, konnte sich aber an nichts mehr erinnern.
Seiner Meinung nach stand hinter Ineluki ein Dämon, der sie angreifen wollte. Und er wollte ihr lediglich zu Hilfe kommen.
Dann gingen wir mit ihm an Deck und zeigten ihm seine beiden Hauer, die er gestern verloren hatte. An diesen Teil konnte er sich allerdings überhaupt nicht mehr erinnern. Dann warf Sora die beiden Zähne über Bord.

Es hatte keinen Sinn. Was geschehen war, war geschehen. Tyr wußte nun, daß er eine gewisse Anfälligkeit für das Chaos hatte und wir waren gewarnt. Aber wir wollten ihn nicht weiter mit Fragen quälen, er schien noch sehr erschöpft.
Auf einmal erschien am Ufer ein schwarzer Reiter in voller Rüstung - gerade so, wie er uns von dem Boten in Bögenhafen als "Freund" geschildert wurde. Er zeigte auf Tyr, machte eine schnelle Bewegung an seinem Hals und ritt davon.
Das war keine nette Drohung!

Aber wir hatten erst mal andere Sorgen. Es galt Tyr wieder zu genesen.
Nachdem meine gestrigen Heilversuche alle mißlungen waren, mußten andere Maßnahmen angewendet werden.
Wir gingen mit Tyr wieder in den Behandlungsraum. Dann behandelte ich noch einmal seinen Wunden, doch das brachte - wie schon erwartet - nicht den gewünschten Erfolg. Nun kam Ineluki mit einer Schriftrolle und sprach einige fremdartige Worte über ihn aus.
Sie schienen gute Dienst zu leisten, denn Tyrs Genesung schritt voran.

Schließlich rieb ich ihn noch mit einem besonderen Heilkraut, Tarrabeth ein und ließ ihn schlafen.
Für die nächsten 24 Stunden waren wir auf uns allein gestellt - solange würde er nun schlafen.


In der Zwischenzeit befreiten Ineluki und Sora das Deck und den Mast von den Bolzen und kitteten das Holz so gut es ging.

Es dauerte nicht mehr lange, da erreichten wir Weissbruck. Joseph lag mit seiner Berebelli bereits im Hafen und lud die Ladung aus. Es war ein reges Treiben im Hafen.
Ineluki versuchte sanft an den Landungssteg heranzufahren. Aber so gut wie auch bisher gefahren war, hier bot sie keine gute Vorstellung. Mit einem harten Aufprall kam das Schiff zum Stehen und splitterte dabei ein Stück des Steges ab. Verwundert und etwas belustigt schauen die Schiffer herüber.
Aber es dauerte nicht lange, da gingen alle wieder ihrer Arbeit nach.

Wir vertäuten das Schiff und dann gingen Ineluki und ich in die Stadt. Sora blieb zur Sicherheit an Bord.
Unterwegs trafen wir zwei seltsame Gestalten, die uns scheinbar erwarteten und dabei immerzu seltsame Zeichen machten. Dann fragten sie nach einer Ware.

Mir kam das alles höchst merkwürdig vor. Verwechselten sie mich vielleicht mit meinem Doppelgänger, Kastor Aloysius Lieberung? Auch damals in Altdorf waren diese Gestalten, die mir merkwürdige Zeichen zuwarfen. Ich hätte sie ja überhaupt nicht bemerkt, wenn mich nicht Tyr und Ineluki auf sie aufmerksam gemacht hätten!

Ich überlegte noch, was ich antworten wollte, da sagte Ineluki zu ihnen, daß uns die Ware zu heiß war und wir sie nicht dabei hätten. Dann wiederholte Ineluki das Zeichen der beiden.
Daraufhin gaben sie mir die Hand und meinten, daß wir uns ja jetzt verstehen würden.
Dann verließen sie uns.

Wir versuchten sie zu verfolgen, um vielleicht ihren Aufenthaltsort oder ihre Hintermänner kennen zu lernen, doch in dem Gewühl der Straße war das gar nicht so einfach.
Auf einmal betrachtete ich meine Hand und blieb wie angewurzelt stehen: die Innenseite war violett! Ich betrachtete sie etwas genauer, aber es schien nur Farbe zu sein.
Dann wollten wir die Verfolgung wieder aufnehmen, aber die zwei waren inzwischen in der Menge verschwunden.
So ein Mist! So würden wir nie etwas über diese seltsamen Leute herausfinden.

Dann setzten wir unseren Weg fort. Schließlich mußten wir noch einige Besorgungen machen. Ich kaufte mir beim Waffenhändler ein neues Wurfmesser um das zu ersetzen, das inzwischen auf dem Grunde des Flusses weilt. Hier kauften wir auch einige neue Fallen, die uns Sora aufgetragen hatte.
Dann wollte ich mir noch ein paar Kräuter für die weitere Behandlung von Tyr zulegen. Also fragten wir nach einer guten Kräuterhändlerin und wurden auf Elvira, ein paar Straßen weiter verwiesen.

Sofort machten wir uns auf den Weg. Es dauerte nicht lange, da standen wir vor einem kleinen Laden. Aber obwohl noch überall ein reges Geschäftsleben herrsche, schien der Laden verschlossen.
Da bemerkten wir, daß eine Scheibe an der Türe eingeschlagen wurde. War es ein Einbruch? Sofort holten wir zwei Wachen und zeigten ihnen den Laden und die zerbrochene Scheibe, doch die Wachmänner schienen nicht sonderlich interessiert. Dies würde hier im Viertel recht häufig vorkommen und solange nicht feststand, daß jemand eingebrochen war, würden sie nichts unternehmen.
Dann gingen sie wieder von dannen.

Fassungslos blieben wir stehen. Das konnte wohl nicht wahr sein! Was waren das für Wachen?
Wir wollten es jedoch nicht dabei belassen und beschlossen, selbst hineinzugehen.
Ineluki ging durch das zerbrochene Fenster und öffnete mir dann die Tür. Dann begannen wir den Laden und die angeschlossene Wohnung zu untersuchen.

Es sah recht unordentlich aus, Stühle waren umgeworfen, Kräuter lagen umher, der Wandschrank war geöffnet und verschiedene Schüsseln und Schalen lagen am Boden verstreut. Aber es gab nicht auffälliges. Es schien gerade so, als ob ein Gelegenheitsdieb eingestiegen war und nur nach ein paar Münzen gesucht hatte. Nachdem er jedoch nichts oder nur wenig fand, wütete er noch etwas herum und verschwand dann.

Auf einmal hörten wir ein sehr leises Geräusch. Vorsichtig schlichen wir dem Geräusch nach, bis wir schließlich vor dem Wandschrank zu stehen kamen. Hier kam das Geräusch heraus.
Ich durchsuchte den Schrank, doch es war nichts zu finden. Dann schoben wir den Schrank zur Seite und tatsächlich - dahinter verbarg sich eine Tür.

Vorsichtig öffneten wir sie. Einige Stufen führten ins Dunkle hinab - vermutlich in einen Keller.
Wir nahmen eine Kerze und gingen hinunter. Das Geräusch wurde nun etwas lauter, wir waren auf der richtigen Spur. Es hörte sich bald an wie ein leises Wimmern, als ob jemand weinen würde.

Wir suchten weiter und es dauerte nicht lange, da sahen wir in einer Ecke verkrochen ein kleines Mädchen ängstlich sitzen und weinen.
Wir näherten uns vorsichtig, doch das Mädchen wich verschreckt zurück. Erst als Ineluki langsam und beruhigend auf das Mädchen einredete, hörte sie auf zu weinen und faßte Vertrauen.
Sie erzählte uns, daß Männer gekommen waren und ihre Tante mitgenommen hatten. Was sie gesucht hatten, wußte sie jedoch auch nicht. Ihre Tante Elvira hatte sie als die Männer kamen, in den Keller geschickt, wo sie sich mucksmäuschenstill verhalten sollte.
Kurz darauf hörte sie lautes Stimmengewirr und Gepolter. Dann war es ruhig, aber sie wagte sich nicht heraus, bis wir kamen und sie holten.
Dann öffnete sie ihre Hand und gab uns ein zerknülltes Stück Papier. Wir lasen es und waren erst mal sprachlos. Es war uns sofort klar, daß wir der Kräuterhändlerin helfen mußten.

Sofort versprachen wir dem Mädchen, ihre Tante zu suchen - ohne dabei zu wissen, auf was wir uns da eigentlich eingelassen hatten. Aber das Mädchen tat uns einfach leid und was mit Elvira geschehen war, daran wollten wir erst gar nicht denken.
Zunächst mußte sie jedoch von hier weg, am besten aufs Schiff. Also gingen wir zurück zum Kai, wobei Ineluki unterwegs noch ein paar Zungen beim Metzger kaufte. Wofür sie die nun wieder brauchte war mir völlig schleierhaft, aber inzwischen hatte ich gelernt, daß Magiebegabte oft etwas seltsam waren.

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Schiff und zeigten Lisa, so hieß das Mädchen, Sora. Auch sie war ganz begeistert von unserem "Nachwuchs".
Während Ineluki und Sora sich weiter mit Lisa unterhielten, wusch ich erst mal meine Hände. Ich wollte endlich die violette Farbe loswerden. Zum Glück ging sie leicht ab.
Dann gesellte ich mich wieder zu den dreien.

Wir unterhielten uns und spielten etwas. Es war schon zu sehen, wie Lisa wieder fröhlich wurde. Dennoch konnten wir sie nicht auf unserem Schiff lassen, wenn wir ihre Tante suchen sollten. Andernfalls müßte ständig jemand an Bord bleiben und würde uns fehlen.
Das erklärten wir auch Lisa und sie schien zu verstehen.

Am Abend wachte Tyr auf und kam an Deck. Ängstlich schaute Lisa Tyr an und floh in den Schoß von Ineluki.
So hätten die Männer ausgesehen, die ihre Tante bedroht hatten. Beinahe fing sie wieder an zu weinen, doch Ineluki konnte sie beruhigen.
Wir erklärten Tyr kurz die Situation und schilderten, wie Lisa zu uns gekommen war. Er wirkte zwar nicht gerade begeistert aber versprach uns zu helfen.
Langsam beruhigte sich auch Lisa wieder und ging vorsichtig auf Tyr zu. Er sprach ruhig mit ihr und bald war ihre Welt wieder in Ordnung.
Dann brachte Ineluki Lisa zu Gilda und Joseph und bat sie, sich um das kleine Mädchen zu kümmern. Joseph grummelte zwar etwas vor sich hin doch Gilda nahm sich der Kleinen an und bald sprang Lisa vergnügt auf der Berebelli umher.

Wir besprachen uns kurz. Irgendwie mußten wir in den nächsten zwei Stunden die "rote Scheune" finden! Tyr wollte es in einer Hafenkaschemme probieren und da wir keine bessere Idee hatten, begleiteten wir ihn.
Wir gingen zum "Schwarzen Gold". Sie sah schon von außen ziemlich heruntergekommen aus. Es war genau das, was Tyr gesucht hatte. Also ging er hinein.
Um nicht als Gruppe aufzufallen, ließen wir ihn allein und gingen weiter in Richtung Stadt. Ziemlich genau im Stadtzentrum fanden wir eine weitere, deutlich bessere Kneipe, in der wir uns die Zeit vertreiben wollten. Es war der "Glückliche Mann".

Wir gingen hinein, bestellten etwas zu trinken und hörten einfach den Leuten zu. Es waren doch eine Menge Gerüchte in Umlauf.
So hörten wir, daß es in Mittenland inzwischen in mehreren Städten zu Aufständen gekommen ist. Anhänger Sigmars sollen gegen die angebliche Verfolgung durch die Panther-Ritter (Templer im Dienste Ulrics) rebelliert haben.
Außerdem vernahmen wir, daß der Kronprinz Wolfgang Holzwick Abenauer, Thronerbe des Kaisers, in seiner eigenen Burg auf Befehl des Kaisers gefangen gehalten würde, da er sich die Pocken geholt hätte.
Schließlich hörten wir noch, daß ein ehemaliger Sigmarspriester, der zum Hexenjäger wurde, in Schoppendorf (einer kleinen Stadt in Mittenland) der Lynchjustiz zum Opfer gefallen wäre.

Doch das schlimmste kam zum Schluß. Ein Zettel ging herum, der uns das Blut in den Adern gefrieren ließ. Plötzlich waren Mutanten auf Geheiß des Kaisers ganz normale Menschen! Jede Zuwiderhandlung wird mit dem Tode bestraft. Ja, man durfte sie nicht einmal mehr so nennen!
Das war einfach unfaßbar! Keine Sekunde länger wollten wir bleiben.
Wir riefen nach dem Wirt, zahlten und gingen zurück zum "Schwarzen Gold".

Wir trafen gerade dort ein, als auch Tyr aus der Kneipe kam. Natürlich wollten wir sofort wissen, ob er etwas herausgefunden hatte.
Mit einem Lächeln im Gesicht erzählte er uns, während wir langsam in Richtung unseres Schiffes gingen, daß die "rote Scheune" eine rot gefärbte Lagerhalle ist, die ein Stück flußaufwärts liegt.

Sofort machten wir uns auf den Weg dorthin.
Als wir nach etwa 10 Minuten ankamen, mußten wir leider feststellen, daß es mehrere Lageschuppen gab, die man als "rot" bezeichnen konnte. Allerdings war bei praktisch allen die Farbe größtenteils ausgebleicht oder abgeblättert. Wir überlegten noch, wie wir die richtige Scheune ausfindig machen konnten, da bemerkte Tyr einen Nachtwächter.
Sofort ging er zu ihm hin und fragte ihn nach der "roten Scheune". Ohne große Umschweife erklärte er ihm, welches der Schuppen denn die "rote Scheune" sei. Dann kam Tyr wieder zurück und wir gingen dorthin.

Die Farbe dieser Scheune war bereits vollständig abgeblättert - man brauchte schon sehr viel Phantasie um das Gebäude noch als "rot" zu bezeichnen.
Wir schauten uns die Scheune an, doch es drangen keine Laute nach außen. Also wollte Tyr wie schon im Lagerhaus 13 in den ersten Stock eindringen.
Also warf er ein Seil hoch und kletterte hinauf. Leider war durch die verschlossenen Fensterläden ebenfalls nichts zu hören. Daher versuchte er die Fensterläden zu öffnen, wobei er sich gleichzeitig mit einer Hand am Seil festhielt.
Das konnte nicht lange gut gehen! Er bekam die Fensterläden nicht auf, verlor sogar den Halt und stürzte hinab. Als ich ihn mir ansah, mußte ich ihm leider eine ziemlich schwere Prellung diagnostizieren.

Alarmiert von dem Lärm kam plötzlich ein Mann mit einer Keule auf uns zu und beschuldigte uns, in das Haus einzubrechen (womit er ja nicht ganz unrecht hatte!). Dennoch ließen wir uns die Anschuldigungen nicht gefallen und bald gab ein Wort das andere.
Kurz darauf kam der Nachtwächter, um nachzusehen was hier los war.
Geistesgegenwärtig beschuldigten wir den Mann uns angreifen zu wollen (immerhin hatte er seine Keule noch drohend erhoben). Doch so ganz nahm uns das der Nachtwächter nicht ab und schickte uns alle weg.

Was blieb uns? Wir mußten erst mal das Feld räumen und gingen wieder zurück zum Hafen auf unser Schiff. Dort nutzte ich die Zeit, Tyr zu behandeln. Seine Verletzung war jedoch so stark, daß er den Verband wohl noch einige Tage tragen mußte.
Dann gingen wir zum "Glücklichen Mann", um uns über Handelsmöglichkeiten zu erkundigen. Bei der Gelegenheit aßen wir gleich zu Abend.
Der Wirt erzählte uns, daß hier im wesentlichen mit Eisen, Steinen, Getreide und Holz gehandelt würde. Leider waren die Händler schon alle weg, so daß wir uns nicht nach weiterer Ladung umhören konnten.

Nach dem Essen meinte Tyr, er könne ja vielleicht ein Geschäft im "Schwarzen Gold" abschließen. Also gingen wir dorthin.
Tyr ging wieder als erster hinein, danach folgten wir.

Wir setzten uns an einen mit Bier verklebten Tisch und bestellten etwas zu trinken. In der Zwischenzeit verhandelte Tyr mit dem Wirt über eine Ladung für unser Schiff.
Nach einiger Zeit geht Tyr hinaus. Wir zahlten, wobei der größte Teil des Bieres noch im Glas war - es schmeckte einfach abgestanden, dünn und schal - und folgten Tyr.
Sofort gingen wir zurück auf unser Schiff, um uns zu beraten. Tyr hatte eine Ladung Branntwein angeboten bekommen - eine höchst illegale Angelegenheit. Aber es könnte uns einen erklecklichen Gewinn bringen.
Wir diskutierten das für und wider, doch schließlich entschieden wir uns dagegen. Denn sollten wir erwischt werden, hätte ich meine Tätigkeit als Arzt aufgeben müssen. Das Risiko war uns dann doch zu groß!

Kurz darauf gehen wir noch einmal zur "roten Scheune". Vorsichtig, immer den Schein des Nachtwächters im Blick schlichen wir uns bis an das Eingangstor. Leise öffnet Ineluki die Türe, während wir aufmerksam die Umgebung beobachten. Dann winkt sie uns herein.
Sofort gingen wir in die Scheune und verschlossen die Tür. Es war ziemlich dunkel. Ich konnte daher bei einer Suche nicht allzuviel helfen, doch Ineluki und Tyr schien die Dunkelheit nicht sonderlich zu stören. So durchsuchten sie zunächst das Erdgeschoß, ohne dabei jedoch einen Hinweis zu finden.
Dann gingen sie in den ersten Stock und durchsuchten ihn ebenso gründlich. Hier hatten sie etwas mehr Erfolg: Ineluki findet ein Spitzentaschentuch und Tyr bemerkt einen abgebrochenen Fingernagel einer Frau in der Wand.

Also doch! Hier wurde Elvira festgehalten! Nur waren wir etwas zu spät.
Maßlos enttäuscht gingen wir zurück auf unser Schiff. Was blieb uns jetzt noch? Wo könnten wir Elvira finden? Wo wurde sie festgehalten?
Doch zunächst mußte Tyr noch das Geschäft im "schwarzen Gold" absagen.

Während er dorthin ging, blieben wir auf dem Schiff und überlegten noch weiter. Doch es fiel uns einfach keine Lösung ein.
Nach kurzer Zeit kam Tyr zurück und brachte eine interessante Information: der Mann mit der Keule kam überhaupt nicht aus Weissbruck und hatte höchstwahrscheinlich nur Schmiere gestanden.

Heute lief aber auch alles daneben! Wir hätten ihn uns gleich vornehmen sollen. Wer weiß, vielleicht war ja zu dem Zeitpunkt sogar noch Elvira in der Scheune.
So ein Mist!!! Ahh war ich wütend! Doch dafür war es jetzt einfach zu spät. Aber möglicherweise war ja doch noch etwas zu retten.

Sofort gingen wir noch einmal zu der "roten Scheune", diesmal jedoch zu dem Nachtwächter. Wir befragten ihn nach dem Mann mit der Keule und erfuhren, daß er ihn noch nie in Weissbruck gesehen hatte (und er lebte schon seit vielen Jahren in Weissbruck). Nachdem wir ihm klar gemacht hatten, daß er möglicherweise an der Entführung von Elvira beteiligt war, wurde er sehr hilfsbereit. Er erzählte uns, daß der Mann, nachdem wir uns getrennt hatten, in Richtung "Trompete" gegangen war. Vielleicht war er dort zu Gast.
Sofort machten wir uns auf den Weg. Doch als wir dort ankamen, mußten wir feststellen, daß bereits alle Türen verschlossen waren. Nachdem Ineluki weit weniger Schlaf brauchte als wir, beschlossen wir, daß sie dort Wache hielt, um einer möglichen Flucht vorzubeugen, während wir zurück auf unser Schiff gingen.

Inzwischen war es auch schon recht spät geworden, so daß wir alle recht schnell einschliefen.